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Erbschaft · 7. August 2026

Immobilie geerbt: Was jetzt zu tun ist

Eine Immobilie zu erben bringt Fragen und Fristen zugleich. Wir zeigen die ersten Schritte — von Erbschein bis Wertermittlung — damit Sie in Ruhe entscheiden können.

Wer eine Immobilie erbt, steht meist unter doppeltem Druck: emotional durch den Verlust, praktisch durch Fristen und offene Fragen. Diese Reihenfolge hat sich in der Praxis bewährt.

Frist im Blick behalten

Innerhalb von sechs Wochen nach Kenntnis vom Erbfall können Sie das Erbe ausschlagen (§ 1944 BGB) — danach gilt es als angenommen. Auch wenn Sie annehmen wollen, ist dieses Datum der Ausgangspunkt für weitere Fristen, etwa die Anzeige des Erwerbs beim Finanzamt binnen drei Monaten (§ 30 ErbStG). Ausführlich zeigt das der Leitfaden Immobilie geerbt.

Erbschein beantragen

Gegenüber dem Grundbuchamt wird die Erbfolge grundsätzlich durch Erbschein oder Europäisches Nachlasszeugnis nachgewiesen. Bei einem notariellen Testament genügt oft die Verfügung samt Eröffnungsniederschrift (§ 35 GBO). Den Erbschein beantragen Sie beim Nachlassgericht am letzten Wohnsitz des Erblassers.

Zustand und Wert klären

Bevor Sie entscheiden, ob Sie behalten, vermieten oder verkaufen, brauchen Sie eine belastbare Zahl. Ein Verkehrswertgutachten nach § 194 BauGB liefert diese Grundlage — und kann dem Finanzamt als Nachweis eines niedrigeren Werts vorgelegt werden; ob es anerkannt wird, entscheidet das Finanzamt im Einzelfall.

Entscheidung: behalten, vermieten oder verkaufen

Jede Option hat Konsequenzen: Selbstnutzung bindet Kapital, Vermietung bringt laufenden Aufwand, ein Verkauf löst den Nachlass auf und schafft Klarheit unter mehreren Erben. Es gibt keine pauschal richtige Antwort — nur die, die zu Ihrer Situation passt.

Wenn mehrere Erben beteiligt sind

Gehört die Immobilie einer Erbengemeinschaft, entscheiden alle Miterben gemeinsam (§ 2040 BGB). Wie Sie dort typischerweise vorgehen, lesen Sie in unserem Beitrag Erbengemeinschaft: Diese Schritte sind jetzt entscheidend.

Dieser Beitrag ersetzt keine individuelle Rechts- oder Steuerberatung.

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